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News vom 01.10.2018
Schafe abgealpt und Hochjagd vorbei: Abschussbewilligungen im Wallis kaum mehr umsetzbar
Im Kanton Wallis sind seit dem 7. September 2018 für 60 Tage zwei Wölfe zum Abschuss freigegeben, je einer im Goms und im Val d'Anniviers und Réchy. Die Gruppe Wolf Schweiz erachtet die Abschussbewilligung im Val d'Anniviers und Réchy unter anderem aufgrund der wahrscheinlichen Rudelpräsenz und des nicht umgesetzten zumutbaren Herdenschutzes als klar rechtswidrig (siehe dazu die > Medienmitteilung vom 6. September 2018).

Der Abschuss ist nur in einem engen Perimeter der geschützten Alpen im Streifgebiet der Wölfe zulässig und nur solange sich noch geschützte Schafherden innerhalb des Perimeters aufhalten. Mit dem Abschuss ist die Wildhut beauftragt, während der zweiwöchigen Hochjagd vom 17. bis 29. September 2018 haben zudem rund 100 Jäger Sonderbewilligungen für den Wolfsabschuss im Perimeter erhalten.

Die Alpbesuche durch Mitarbeiter der Gruppe Wolf Schweiz zeigen, dass mehrere der geschützten Herden im Abschussperimeter in den letzten Tagen abgealpt wurden, womit dort kein Abschuss mehr möglich ist. Nach unseren vorläufigen Informationen sind nur noch zwei Alpen mit geschützten Herden bestossen. Mit dem Ende der Hochjagd verfallen zudem die Sonderbewilligungen für den Wolfsabschuss durch die zivile Jägerschaft. Damit ist ein Abschuss der Wölfe sehr unwahrscheinlich geworden. Mit der Abalpung der letzten Herden in den kommenden Tagen bis spätestens nächste Woche verfallen die Abschussbewilligungen gänzlich.

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