Wolfsnews

News vom 05.12.2018
Kein Wolfsangriff in Deutschland
In Deutschland ereignete sich kein Angriff eines Wolfes auf einen Menschen. Die genetischen Analysen weisen auf einen Hund hin, welcher einen Menschen an der Hand verletzte. Der Fall wurde am 28. November nachmittags publik. Umgehend wurde in den Medien darüber berichtet, welche sich sofort auf einen Wolf einschossen.

Die Indizien haben jedoch von Beginn an auf Hunde als Verursacher hingedeutet: Der angegriffene berichtete von drei weissen und einem schwarzen Tier, allerdings gibt es in Deutschland weder weisse noch schwarze Wölfe in freier Wildbahn. Die deutschen Wölfe entsprechen in ihrem Erscheinungsbild dem typischen "Europäischen Grauwolf" mit einem grau-braunen Fell. Die Beschreibung der Tiere passte also von Beginn an nicht zu Wölfen. Zudem gibt es im Gebiet des Angriffes bei Steinfeld in der Gemeinde Bülstedt gibt es bisher keinerlei Nachweise von Wölfen. Weder in diesem, noch in den vergangenen Jahren wurden dort sichere Wolfsnachweise erbracht. Das nächste territoriale Wolfsvorkommen beginnt erst rund ein Dutzend Kilometer weiter nördlich (Rudelgebiet Gnarrenburg). Dass sich territoriale Rudel über grössere Distanzen verschieben, kommt kaum vor, zumal es in diesem Fall keine angrenzenden Rudel gibt, die Auslöser für etwaige Revierkämpfe sein könnten (die dann zu Territoriumsverschiebungen führen würden). Wandernde Wölfe wiederum sind selten in Gruppen unterwegs.

Die Gruppe Wolf Schweiz bittet die Medien, welche anfänglich von einem Wolfsangriff berichteten, diese Meldung richtig zu stellen. Interessierte Leser sollten zudem bei diesen Medien eine Richtigstellung verlangen.


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