Wolfsnews

Pressemitteilung vom 11.08.2010
Nach dem Abschuss des Walliser Wolfs: Klare Kriterien für Schäden an Grossvieh sind unverzichtbar
Einer der Wölfe, die im Sommer diverse Schafe und Rinder bei Montana im Kanton Wallis gerissen haben, ist tot. Die Vergabe der Abschussbewilligung war äusserst fragwürdig, da keine klaren Kriterien bei Schäden an Grossvieh bestehen. Dies muss dringend geändert werden.

Die GWS hat bereits im Jahr 2007 vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) verlangt, klare Kriterien festzulegen, wie auf Schäden an Grossvieh reagiert wird. Dies wurde leider zurückgewiesen. Damit entstand eine Rechtsunsicherheit, die zu unklaren Entscheidungen über Abschüsse für Wölfe führt. Mit dem heutigen Abschuss des Wolfs wird zudem eine Chance verpasst, um weitere Erfahrungen beim Herdenschutz von Grossvieh zu sammeln.

Darüber hinaus ist es ausserordentlich bedauerlich, dass das BAFU es dem Kanton Wallis einmal mehr ermöglicht hat, die Bildung eines Rudels zu verhindern. Bereits im Chablais im Unterwallis besteht seit Jahren die Tendenz zur Rudelbildung, was jedoch durch den zweimaligen Abschuss je eines Rüden durch die Walliser Behörden unterbunden wurde.
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