Wolfsnews

News vom 23.04.2019
Bündner Wölfe werden weiterhin angefüttert
Dem Jahresbericht Wolf des Kantons Graubünden ist zu entnehmen, dass es auch 2018 Hinweise darauf gab, dass im Streifgebiet des Calanda-Rudels Wölfe gezielt angefüttert und damit angelockt wurden. In welchem Zusammenhang diese Anfütterung steht, ist wohl unbekannt, allenfalls dient sie der Fotografie von Wölfen.



Download Textausschnitt Jahresbericht Wolf
(Quelle: Wölfe im Kanton Graubünden 2018. Bericht des Amtes für Jagd und Fischerei Kanton Graubünden. Seite 7. Link zum Downlaod)

Die Gruppe Wolf Schweiz weist darauf hin, dass die Anfütterung von Wölfen unbedingt zu verhindern ist. Es ist daher zu begrüssen, dass die Bündner Behörden diese nicht zu tolerieren scheinen und in Zusammenarbeit mit der Polizei Ermittlungen aufgenommen haben. Durch die Anfütterung von Wölfen können diese lernen, den Menschen mit Futter in Verbindung zu bringen. Damit kann eine absolut unerwünschte Futterkonditionierung erfolgen. Diese führt dazu, dass Wölfe sich Menschen aktiv annähern. Verschiedene Angriffe von futterkonditionierten Wölfen auf Menschen, etwa in nordamerikanischen Nationalparks, sind dokumentiert. Solche Wölfe müssen zwingend aus der Population entfernt werden. Anfütterung von Wölfen bedeutet somit eine Gefahr für Wölfe und Menschen.

Die Gruppe Wolf Schweiz fordert daher seit längerem, Anfütterung von Wölfen explizit auch bundesrechtlich zu verbieten und unter Strafe zu stellen. Bisher fehlen entsprechende bundesrechtliche Grundlagen.


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