Entstehungsgeschichte der GWS

Wie alles anfing

Im November 1996 sind elf Wolfsinteressierte, darunter Jean Jacques Müller und Werner Flückiger, nach Battle Ground USA in den Wolfpark von Erich Klinghammer gereist, um dort an einem Seminar über die Wölfe teilzunehmen.

Es wurden hautnahe Beobachtungen über das soziale Verhalten der Wölfe gemacht, ihre Angriffsversuche auf Bisons usw. Das ganze Seminar hat viel zum Verständnis dieser höchst interessanten Tiere beigetragen.

Erich Klinghammer entliess dann die Teilnehmer mit (der Botschaft) der Idee, es wäre doch an der Zeit, auch in der Schweiz einen Verein zu gründen, um das Verständnis für den Wolf zu fördern (da dieses Thema ja auch in der Schweiz immer mehr an Aktualität gewann). Diese Idee liess dann einige der Teilnehmer nicht mehr los und bereits im Hotellift wurde darüber spekuliert, wie man das Ganze bewerkstelligen könnte.

Zurück in der Schweiz liefen dann die Abklärungen auf Hochtouren, wer denn hier für die Fauna und die (zu erwartenden) einwandernden italienischen Wölfe (von Italien und Frankreich her) zuständig sei. In diesem Zusammenhang fiel immer wieder der Name Jean-Marc Landry (damals wissenschaftlicher Mitarbeiter der KORA im Pilotrojekt Herdenschutzhunde). Jean-Marc Landry wurde zu einem Gespräch eingeladen und war von der Idee einer Vereinsgründung begeistert.

Das erste Treffen von Interessenten fand in Zürich statt, wo er einen Film über Wölfe in Spanien zeigte. Am 6. April 1997 wurde dann die Gruppe Wolf Schweiz GWS in Bern gegründet. Der Name ''Gruppe Wolf Schweiz'' war ein Vorschlag von Jean-Marc Landry, in Anlehnung an die benachbarten Gruppen in Italien (Gruppo Lupo Italia) und Frankreich (Groupe Loup France).

Die GWS und deren Tätigkeiten haben sich in den über 20 Jahren ihrer Existenz laufend gewandelt und der Zeit angepasst. Stand anfänglich nur die Information über den Wolf und dessen Verhalten im Vordergrund, wurden die Aktivitäten schrittweise auf weitere Themenfelder ausgeweitet, etwa auf die Förderung des Herdenschutzes, das Monitoring und auf die Sensibilisierung der Politik. Heute setzt sich die GWS generell für das Zusammenleben mit einheimischen Grossraubtieren ein und hat dazu Projekte in allen dazu wichtigen Bereichen.

Wolfsnews
Pressemitteilungen