Anlässe

Rückblick: Vortrag "Raubtiere und Schafe gemeinsam schützen" am 22. März 2014 in Aarau

Der Klub für süd- und osteuropäische Hirtenhunde (KSOH) freut sich, Interessierte zu diesem interessanten und aktuellen Vortrag mit eigenen Bildern von David Gerke einzuladen. Seit mehreren Jahren hütet David Gerke Schafe auf den Schweizer Alpen und ist Präsident der Gruppe Wolf Schweiz (GWS). So bekommen wir aktuelle Informationen zu diesem interessanten Thema gleich aus erster Hand.

Datum: 22. März 2014
Programm: 16.00 – 18 Uhr Bildvortrag und Diskussionen, anschliessend freiwillig gemeinsames Nachtessen
Ort: Restaurant Schützen Aarau, www.gasthofschuetzen.ch/
Kosten: Getränke und Essen auf eigene Kosten
Teilnehmerzahl: beschränkt
Teilnehmer: KSOH- und GWS-Mitglieder werden bevorzugt, ansonsten nach Reihenfolge der Anmeldung
Anmeldung: Name, Vorname, Adresse, Tel. Nr., Mailadresse Anzahl Personen
Anmeldung an: info@hirtenhunde-schweiz.ch oder Elsbeth Jennings, Rüti 12, 5607 Hägglingen, 056 624 28 36 abends
Anmeldeschluss: Montag 10.März 2014, in unserem Besitz
Hunde: vor dem Vortrag und vor dem Essen können die Hunde im Schachen gleich neben dem Restaurant spazieren geführt werden

Rückblick: Dem Wolf auf der Spur in der Calanda, 18.-20. Oktober 2013

Der Tourenanbieter Wild Out Naturerlebnisse bot im Herbst vom 18.-20. Oktober 2013 eine dreitätige Themenwanderung zum Wolf in der Calanda (Graubünden) an. Dort lebt seit 2011 ein Wolfspaar, welches 2012 erstmals seit rund 150 Jahren in der Schweiz Welpen zeugte und auch 2013 einen Wurf grosszieht.

Die Kosten betragen CHF 475.- pro Person, GWS-Mitglieder erhalten einen Rabatt von CHF 60.- und bezahlen nur CHF 415.- (bitte GWS-Mitgliedschaft bei Anmeldung angeben). Nähere Informationen zur Tour und Anmeldung unter www.wildout.ch oder unter der Telefonnummer 052 558 38 92.

Rückblick: GWS-Ausflug in die Leventina (TI)

Am 7. und 8. März 2009 lud die GWS zu einem Ausflug in die obere Leventina im Tessin ein. Bereits seit einigen Jahren wird dieses Tal von einem einzelnen männlichen Wolf bewohnt. Besucht wurden drei Ziegenhalter, die seither mit Herdenschutzhunden arbeiten und von einigen ihrer Erfahrungen und Erlebnisse berichten konnten. Mit dem lokalen Wildhüter wurde zudem ein – aufgrund der extremen Schneeverhältnisse leider nur kurzer – Rundgang im Revier des Wolfs unternommen. So wurden Stellen besucht, wo der zuvor gesehen wurde und auch die Lokalität, wo vor einiger Zeit ein Wilderer auf das Tier schoss (der Wolf überlebte dies aber). Zum Schluss zeigte der Wildhüter noch anhand einer toten Hirschkuh und einer Rehgeiss, wie bei der Rissdiagnostik vorgegangen wird. Es zeigte sich aber, dass beide Tiere aufgrund des strengen Winters eingegangen sind und nicht vom Wolf gerissen wurden.

Die GWS dankt allen Referenten für den gelungenen Anlass und hofft weiterhin auf rege besuchte Ausflüge!

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Rückblick: GWS-Ausflug ins Herdenschutzzentrum Jeizinen

Seit bald zehn Jahren existiert in Jeizinen Oberwallis das Herdenschutzzentrum von Walter Hildbrand. Grund genug für die GWS, Walter und seine Hunde zu besuchen. So machte sich am 17. Mai 2008 eine Gruppe von rund 15 Personen der GWS auf ins Wallis. Jeizinen, ein Weiler der Gemeinde Gampel, liegt auf 1515 m.ü.M an einem sonnigen Südhang am Ausgang des Lötschentals. Zuerst wurde auf einem Rundgang der zertifizierte Bio-Betrieb mit den rund 100 Schafen der Rasse Weisses Alpenschaf und den Herdenschutzhunden der Rasse Maremmano Abbruzzese angeschaut. Die Schutzhunde sind in verschiedene Gruppen unterteilt: die Hündinnen mit den Welpen sind beim Stall, die erwachsenen Hunde sind auf verschiedenen Weiden bei den Schafen im Einsatz. Daneben arbeitet Walter Hildbrand auch mit Border Collies, die als Treibhunde eingesetzt werden. Interessant war dabei, dass die Teilnehmer gut beobachten konnten, wie die Herdenschutzhunde zwar fremde Menschen und Tiere von den Schafen fern hielten, wunschgemäss jedoch nicht die Border Collies, die zum Treiben nah an die Schafe heran müssen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen, bei dem u.a. Lammfleisch von Walters Tieren gegessen werden konnte, zeigte er uns einige Videos, die seine Herdenschutzhunde im Einsatz in den Sömmerungsgebieten zeigten. Dabei waren auch Aufnahmen aus dem Münstertal zu sehen, wo die Hunde erfolgreich zur Abwehr von Bärenangriffen eingesetzt wurden. Anschliessend berichtete Urs Zimmermann, Biologe, Wildhüter und Verantwortlicher für das Wolfsmonitoring im Oberwallis, über die aktuelle Situation des Wolfs im Kanton und von seinen eigenen Erfahrungen mit diesem Tier. Etwa darüber, wo sich die Ende der 1990er Jahre am Simplon aufgetauchten Wölfe aufhielten oder von einer Begegnung mit der Wölfin vom Zwischbergental bei einer Wildzählung. Und auch davon, dass es hin und wieder Sichtungen von Wölfen im Oberwallis gibt, obwohl momentan kein Wolf nachgewiesen ist. Für die Teilnehmer waren sowohl die Ausführung von Walter Hildbrand wie auch von Urs Zimmermann sehr interessant. Die GWS dankt beiden Referenten für die spannenden Ausführungen und ihr persönliches Engagement für die Koexistenz von Wolf und Landwirtschaft.

Autor: Werner Flückiger

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Rückblick: GWS-Ausflug in die Surselva

Die GWS organisierte im Jahr 2007 zwei Ausflüge in die Surselva im Kanton Graubünden, wo seit 2002 ein zugewanderter Wolfsrüde lebt. Leider musste der erste Ausflug mangels Anmeldungen abgesagt werden, der zweite fand erfreulicherweise jedoch voll besetzt am 6. und 7. Oktober statt. Einmal mehr konnten die Teilnehmer eines GWS- Ausflugs sachliche Informationen zum Wolf aus erster Hand erfahren. Als Referent und Führer im Berggebiet konnte der pensionierte Wildhüter Georg Sutter engagiert werden, welcher dem Wolf seit seinem Auftauchen wie kein anderer auf den Fersen ist.

Die Teilnehmer trafen sich am Samstagnachmittag vor dem Hotel Ucliva in Waltensburg und starteten sogleich ins nahe gelegene Val Ladral, wo sich nicht nur der Wolf hin und wieder aufhält, sondern wo auch ein wichtiger Brunftplatz der Rothirsche ist. Die Hirschbrunft endet Anfang Oktober und so hörten wir nur noch einige wenige Brunftrufe. Zudem war die Sicht wegen dem schlechten Wetter stark eingeschränkt und es waren keine Hirsche sichtbar. Allerdings zeigte Georg Sutter gleich vor Ort, wo er den Wolf schon beobachten konnte und erläuterte dessen Jagdstrategien. Zurück im Hotel erzählte Sutter nach dem gemeinsamen Abendessen ausführlich und spannend weiter über “seinen“ Wolf und zeigte einige Bilder mit Seltenheitswert.

Am nächsten Morgen machte sich die Gruppe auf ins Val da Pigniu mit seinem eindrücklich in einer Felsarena gelegenen Stausee. Auch dieses ist Teil des Reviers des hier heimischen Wolfs. Im Sommer weiden im Gebiet eine gemischte Schaf- und Ziegenherde sowie weiter oben eine reine Schafherde. Beide Herden sind seit 2003 mit Herdenschutzhunden geschützt und seither gab es nur wenige Verluste durch den Wolf. Die Region Surselva ist bezüglich Herdenschutzes gesamthaft vorbildlich und zeigt, wie man mit dem Wolf zusammenleben kann. So berichtete Georg Sutter auch, dass es in der Region inzwischen nur noch wenige Wolfsgegner habe, während die Stimmung zu Beginn des Auftauchens des Raubtiers noch deutlich schlechter war. Inzwischen gebe es unter den Jägern in der Surselva keine Wolfsgegner mehr, da die Wildbestände durch den Wolf nicht abgenommen haben, und auch die Bauern haben sich mehrheitlich mit dem Wolf abgefunden.

Manch eine mit dem Wolf konfrontierte Region könnte sich an der Surselva ein Beispiel nehmen. Somit kann ein Besuch im Gebiet unbedingt empfohlen werden, besonders den Wolfsinteressierten.

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