Revision des eidgenössischen Jagdgesetzes - Nein zum Abbau des Artenschutzes!

Text?Das eidgenössische Jagdgesetz wird vom Parlament geändert, damit geschützte Arten in Zukunft schnell abgeschossen werden können. Damit wird der Artenschutz in der Schweiz generell stark geschwächt, nicht nur für den Wolf. Die Gruppe Wolf Schweiz wehrt sich dagegen und ist bereit, ein Referendum zu ergreifen!

Zurzeit befindet sich die Revision des Jagdgesetzes in der parlamentarischen Beratung. Ein massiver Abbau des Artenschutzes in der Schweiz ist geplant:

  • Wolfsrudel sollen durch Abschüsse reguliert werden können, selbst dann wenn sie keine Schäden verursacht haben. Der Wolf würde im Gegensatz zur heutigen Situation, bei der Abschüsse von Wölfen der Verhinderung von Schäden dienen müssen, faktisch jagdbar. So wären Wölfe fast gleich lang zum Abschuss frei wie die regulär jagdbare Gämse und jedes Rudel dürfte reguliert werden. Der Artenschutz für den Wolf würde nur noch auf dem Papier existieren!
  • Neu sollen sinkende Jagderträge ein Regulationsgrund für geschützte Arten wie Luchs und Wolf sein. Damit soll der Zustand der regional massiv überhöhten Wildbestände (z.B. Reh), welche zwar attraktiv sind für die Jägerschaft, sich für die Waldökologie jedoch verheerend auswirken (regional ist die natürliche Verjüngungen von Baumarten wie Eichen, Eiben und Weisstannen vollständig verunmöglicht), zementiert werden. Grossraubtiere sollen ihre wichtige ökologische Rolle als Regulator nicht wahrnehmen dürfen!
  • Der Biberbestand soll reguliert werden können. Ihm droht das selbe Schicksal wie dem Wolf: Auf dem Papier bleibt er geschützt, in der Praxis wäre er den jagdbaren Tierarten gleichgestellt. Dies ist unehrlich!
  • Über die Regulierung von Wolf und Biber sollen die Kantone alleine entscheiden können, es braucht keine Zustimmung des Bundes mehr. Es droht eine willkürliche und kantonal sehr unterschiedliche Umsetzung. Dies obwohl verfassungsrechtlich der Bund für die Sicherung des Artenschutzes verantwortlich ist (Artikel 78 und 79 der Bundesverfassung).
  • Der Bundesrat soll über den Verordnungsweg jederzeit weitere geschützte Arten benennen können, die die Kantone dann ohne Zustimmung des Bundes regulieren könnten. Gegen solche Verordnungsänderungen sind keine politischen oder rechtlichen Mittel mäglich (z. B. Beschwerden oder Referenden). Auch wenn diese Arten im Gesetz nicht namentlich aufgeführt werden, wäre ihr Schutz akut gefährdet. Beispiele dafür sind etwa der Luchs, der Graureiher, der Gänsesäger oder in naher Zukunft der Fischotter und der Bär.
Diese Änderungen des Jagdgesetzes sind für die GWS nicht akzeptabel. Sie ergreift deshalb zusammen mit zielverwandten Organisationen das Referendum!

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