Das Wolfsrudel am Calanda

Aktuelle Fakten zur Wolfspräsenz (Stand: 11. Dezember 2018)

  • Am Calanda bildete sich 2011 ein gegengeschlechtliches Wolfspaar bestehend aus M30 und F7, welches sich 2012 erstmals fortpflanzte. Damit entstand das erste Wolfsrudel der Schweiz seit rund 150 Jahren.
  • Das Paar pflanzte sich in den Jahren 2012 bis 2018 jährlich fort. 2018 wurden mindestens fünf Welpen geboren. Das Gründerpaar M30 und F7 ist nachweislich noch immer anwesend.
  • Die überwiegende Zahl der geborenen Jungtiere ist abgewandert, hat das Rudel also verlassen. Einige Jungtiere sind gestorben (Verkehrsunfälle, Wilderei). Die Rudelgrösse ist deshalb seit 2012 konstant bei rund fünf bis zehn Wölfen.
  • Das Rudel nutzt ein Streifgebiet rund um den Calanda, welches auch das Taminatal umfasst und im Westen wohl bis nach Flims reicht. Das Rudel durchstreift somit Gebiete der beiden Kantone Graubünden und St. Gallen.
  • Die neue Rudelbildung 2018 unmittelbar westlich des Calandarudels südlich vom Ringelspitz wird womöglich zu einer Verschiebung der Reviergrenzen führen (siehe > Wolfsrudel Ringelspitz). Erste Indizien, etwa das Auftauchen des Calandarudels im Weisstannental im Herbst 2018, deuten bereits darauf hin.

"Problematisches Verhalten" wird stark übertrieben dargestellt

Die Calanda-Wölfe hätten 2015 mehrfach "problematisches Verhalten (mit Potential zur Gefährdung des Menschen)" gezeigt, heisst es von den Bündner und St. Galler Behörden. Verschiedene Medien berichten über einen Vorfall, bei dem sich ein Wolf spielenden Kindern angenähert habe. Die GWS analysiert diese Situation:

  • > Protokoll und Analyse des Vorfalles
  • > Publireportage Wolfabschuss ist der falsche Weg!

  • Massgeblich dazu beigetragen, dass sich Wölfe wiederholt Siedlungen angenähert haben, haben auch Luderplätze, an denen Füchse zwecks Bejagung angelockt wurden:

  • > Fakten zur Problematik von siedlungsnahen Luderplätzen
  • Wolfsnews
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