Wolfsnews

News vom 20.02.2019
Wolf im Visier der Umweltkommission
Die Umweltkommission des Nationalrates hat diese Woche die Beratung der Revision des eidgenössischen Jagdgesetzes fortgesetzt und dabei einer weitgehenden Lockerung des Wolfsschutzes zugestimmt. Der Ständerat hatte bereits letztes Jahr über die Vorlage befunden. Nun wird sie am 8. Mai 2019 im Nationalrat behandelt.

Bei grossen Schäden, die nicht mit Herdenschutz verhindert werden können, oder bei einer Gefährdung von Menschen kann bereits heute in den Wolfsbestand eingegriffen werden. Es kann der Abschuss von schadenstiftenden Einzeltieren oder die Regulierung von Wolfsrudeln verfügt werden. Deshalb ist die Revision des Jagdgesetzes zum weiteren Abbau des Artenschutzes für den Wolf nicht notwendig. Gemäss dem aktuellen Entwurf der Revision, wie ihn die Umweltkommission des Nationalrates beschlossen hat, könnte der Wolf während fünf Monaten im Jahr faktisch bejagt werden, die Kantone könnten die Bejagung selbstständig und ohne Bewilligung des Bundes verfügen und es müsste kein grosser Schaden mehr dafür vorliegen. Dies ist eine massive und nicht hinnehmbare Verschlechterung des Artenschutzes. Die GWS bereitet daher weiterhin mit den zielverwandten Organisationen das Referendum gegen die Revision vor.

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